Das Investmentsparen
Vorteile
- Breite Streuung
Wertpapierfonds enthalten Wertpapiere vieler Emittenten. Der Kursrückgang eines Papiers oder der Konkurs eines Emittenten schlagen nur in geringem Umfang auf den Inventarwert durch. Sowohl das Kursrisiko als auch das Ertragsrisiko sind gemindert. - Kleine Stückelung
Investmentzertifikate können mit kleinen Anlagebeträgen erworben werden. Bei Erstausgabe muss der Ausgabepreis unter € 50,- liegen (§21 Abs. 7 KAGG). Bei wesentlichen Steigerungen wird das Anteilsrecht geteilt (Splitting). - Verwaltung durch Fachleute
Die Sondervermögen von Kapitalanlagegesellschaften werden von Experten verwaltet, die ständig über die Marktentwicklung informiert sind. - Sicherheit
Die Vorschriften des KAGG (Kapitalanlagegesetz) über die Anlagepolitik, die Verwaltung und Haftung des Sondervermögens und der Zwang zur Einschaltung einer Depotbank geben den Anlegern zusätzlichen Schutz. - Liquidität
Aufgrund der gesetzlichen Rücknahmeverpflichtung müssen Investmentzertifikate von der Kapitalanlagegesellschaft jederzeit zum Inventarwert zurückgenommen werden. - Publizität Kapitalanlagegesellschaften veröffentlichen börsentäglich Ausgabe- und Rücknahmepreise. Sie sind ferner zur Veröffentlichung von Verkaufsprospekten, Rechenschaftsberichten und Halbjahresberichten verpflichtet.
Nachteile
- Durchschnittliche Wertentwicklung
Durch die breite Streuung des Fondsvermögens führen Kurssteigerungen einzelner Wertpapiere nicht zu entsprechend hohen Steigerungen bei den Ausgabe- und Rücknahmepreisen. Kapitalanlagegesellschaften bieten aus diesem Grunde zunehmend Spezialfonds an, z.B. Branchen- und Länderfonds. - Unbeweglichkeit großer Fondsvermögen
Große Sondervermögen können ihre Wertpapiere meistens nicht so schnell umschichten, wie dies aus der Anlagepolitik notwendig wäre. Massive Käufe würden starke Kurssteigerungen, massive Verkäufe starke Kursverluste bei den im Fonds befindlichen Wertpapieren auslösen. - Höhere Kosten gegenüber Direktanlage
Die Geldanlage in Investmentzertifikaten kann durch Ausgabeaufschläge und durch Verwaltungskostenabzüge gegenüber der Direktanlage höhere Kosten verursachen. - Gefahr der Substanzausschüttung bei Aktienfonds
Bei Aktienfonds besteht die Gefahr, dass realisierte Kursgewinne oder Verkaufserlöse aus Bezugsrechten ausgeschüttet werden und damit Substanz verloren geht.
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