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Bei der Kreditvergabe entscheidet die Bonität über die Zusage und die Zinsen

In diesen schweren Zeiten, geprägt durch die Finanz- und Wirtschaftskrise, ist es bei weitem nicht mehr so einfach einen Kredit zu erhalten wie früher. Gerade durch die immer stärker steigenden Preise für Güter des täglichen Gebrauchs können viele Leute sich ohne Kredit kaum noch ein Haus oder Auto leisten. Finanzielle Reserven sind schon lange aufgebraucht und Sparen kann kaum noch jemand. Doch was macht eine Kreditvergabe durch Banken oder anderen Unternehmen so schwer. Dies liegt hauptsächlich daran, dass die Bonität des Kunden geprüft wird, denn jede Bank ist verpflichtet, vor der Vergabe eines Kredits eine genaue Kreditwürdigkeits-Prüfung vorzunehmen. Diese bezeichnet die Zahlungsfähigkeit eines Menschen - also ein zusammengefasster Begriff aus Einkommen, Ausgaben und etwaigen anderen Verpflichtungen. Um eine solche Prüfung des Kunden schnell und effektiv durchführen zu können, müssen Kreditnehmer in der Regel eine Selbstauskunft mit dem Kreditantrag zusammen einreichen. Diese Selbstauskunft gibt dabei zum Beispiel Aufschluss darüber, wie viel Geld der Kreditnehmer verdient, wie groß seine Wohnung ist, ob er noch andere Kredite besitzt und wie lange er schon bei seinem aktuellen Arbeitgeber beschäftigt ist.

 

Im Rahmen der Prüfung werden die Daten des Kunden in ein sogenanntes Scoringprogramm eingefügt. Bei diesem Programm handelt es sich um eine Software, die es dem Bankangestellten ermöglicht, schnell und einfach einen Kunden hinsichtlich seiner Bonität zu überprüfen und ihm gegebenenfalls einen Zinssatz zuzuordnen. Diese Software kann von Bank zu Bank unterschiedlich sein. Das Scoringprogramm hat die Aufgabe die einzelnen Komponenten der Kundensituation mit Punkten zu bewerten. So erhält man zum Beispiel für eine längere Beschäftigung beim aktuellen Arbeitgeber einen Punkt. Befindet sich der Kreditnehmer jedoch noch in der Probezeit, erhält er von dem Programm keinen Punkt.

 

Das Ergebnis der Prüfung im Rahmen eines Kreditscoring drückt sich also in einem bestimmten Punktewert aus. Immer mehr Banken gehen mittlerweile dazu über, diesen Punktewert einem bestimmten Zins zuzuordnen. Auf diese Weise erhalten Kunden mit einem ausgezeichneten  einen besseren Zins als Kunden mit einer eher schlechten Bonität Prüfung.

 

Auch die Schufa-Auskunft, spielt eine wichtige Rolle. Schließlich gibt sie Aufschluss darüber, wie liquide ein Kunde ist. Schufa ist die Abkürzung für die „Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“. Durch den Schufa-Eintrag ist es zum Beispiel Banken möglich zu erfahren, ob es in der Vergangenheit schon einmal zu Zahlungsproblemen bei dem Kreditinteressenten gekommen ist. Auf diese Weise werden alle Aspekte bewertet und die Höhe der Punktzahl gibt dem Kreditinstitut am Ende der Prüfung Aufschluss darüber, ob es sich hier um einen potentiell guten Kunden handelt oder nicht. Die Schufa-Kreditwürdigkeit wird dabei in Klassen von A bis M eingeteilt.

 

Die Klasse A stellt die beste Bonität Kredit dar. In Deutschland verfügt schätzungsweise circa 20 Prozent der Bevölkerung über eine Schufa Klasse A, 20 Prozent über die Schufa Klasse B und circa 10 Prozent über die Schufa Klasse C. Somit beträgt der Gesamtanteil der Bevölkerung mit einer guten Kreditwürdigkeit immerhin 50 Prozent.

 

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