Ein Sparbuch 2010 ist ein weit verbreitet Anlagevariante
Trotz der Einführung vom Tagesgeldkonto ist und bleibt das Sparbuch die beliebteste Geldanlage. Vor allem die Finanzkrise führt immer mehr Kleinanleger zurück zu dieser Art der Geldanlage. Aber das Image vom Notfallgroschen hat es längst verloren, denn da lohnt sich ein Dispo auf dem Girokonto mehr. Doch wegen der hohen Überziehungszinsen sollte der Dispo nur kurzzeitig genutzt werden. Die Kündigungsfrist für ein Sparbuch beträgt 3 Monate, erst danach kann man es komplett auflösen.
Banken bieten drei verschiedene Arten von Sparbuch an, die vor allem der Sicherheit dienen sollen und den Anleger vor dem Verlust und den Folgen des Verlustes schützen sollen. Zum einen gibt es da das Losungssparbuch. Das funktioniert ähnlich wie das E-Mailkonto. Um an das Geld auf dem Sparbuch zu kommen, muß ein Losungswort erfunden werden. Das hört sich altmodisch an, aber es ist durchaus sicher, denn bei der Wahl des Losungswortes sollte auf Namen oder Geburtsdatum verzichtet werden. Dieses Losungswort kann nur der Bankangestellte einsehen und bei Nennung des Losungswortes (es sollte niemandem sonst genannt werden) bekommt man sofortigen Zugriff auf das Sparbuch. Außerdem bieten Banken auch ein Namensparbuch an. Hierbei muß sich der Kunde vor dem Zugriff identifizieren. Die dritte Möglichkeit ist die Sparcard, dabei gelten die gleichen Regeln wie bei der EC Karte. Allerdings ist der Vorteil bei einer solchen Geldanlage der, das kein Mindestguthaben eingehen und stehenbleiben muß.
Die Zinsen auf dem Sparbuch sind nicht besonders attraktiv, außer bei einer Sparcard, da bekommt man schon höhere Zinsen. Die Postbank zum Beispiel bietet die sogenannte „Postbank Sparcard 3000“ die das Guthaben auf der Sparcard besser verzinst als so manches Tagesgeldkonto. Allerdings sind nur 2000 € monatlich abhebbar, ansonsten werden „Vorschusszinsen“ fällig. Wie hoch diese sind muß bei der Bank erfragt werden. Aber es gibt auch Sparbücher, die von der Entwicklung der wichtigsten Deutschen Aktien abhängen. Dieses ist somit also riskant.
Ein Kapitalsparbuch bietet die Möglichkeit das Geld länger anzulegen. Allerdings ist bei so einem Sparbuch der Nachteil dass bei früherer Auflösung „Strafzinsen“ fällig werden.
Banken bieten auch ein Sparbuch für die Kleinsten unter uns an. Zum Beispiel die Volksbank bietet eines für Kinder bis 5 Jahren an, das aber genau die gleichen Bedingungen und Zinsen wie ein Sparbuch für Erwachsene hat. Durch unterschiedliche Wettbewerbe und Programme bekommen die Kinder verschiedene Prämien. Für Kinder ab 6-12 Jahren bietet die Volksbank das VR - Primax Sparen an. Das funktioniert ähnlich wie ein Bonusprogramm, die Kinder erhalten bei Eröffnung des Sparbuches ein Poster und für jede gesparten 2,50 € bekommen die Kinder einen Aufkleber für das Poster. Wenn das Poster voll ist, werden die Kinder mit Prämien belohnt. Kinder sollen somit das Sparen lernen und viele Banken sehen in den Kinder die zukünfigen Erwachsenen und wollen sie natürlich durch ein Sparbuch für Kinder locken und somit an die Bank binden.
Momentan bieten nur Filialbanken ein Sparbuch 2010 an. Eine Ausnahme bildet die BMW Bank mit einigen anderen OnlineBanken. Die BMW Bank bietet Zinsen in Höhe von 1,60 % an, ein Armutszeugnis, vergleicht man das mit dem Angebot der Postbank - diese bietet 3 % an. Die Zinsbindung läuft allerdings immer nur einen Tag, hängt also von den allgemeinen Zinsveränderungen ab.
Möchte man also Geld auf einem Sparbuch 2010 anlegen, so lohnt sich der Vergleich verschiedener Banken. Ein Sparbuch 2010 sollte meist als langfristige Geldanlage dienen, denn erst dann lohnen sich die niedrigen Zinsen. Wer kurzfristig möglichst viel Zinsen auf das Gesparte bekommen möchte, sollte ein Tagesgeldkonto dem Sparbuch vorziehen.
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